In Niederösterreich waren 2024 in den Hospizteams für Erwachsene 646 ehrenamtliche Personen tätig. In der direkten Begleitung lebensverkürzend und/oder -bedrohend erkrankter Menschen waren 581 Personen tätig. Im Jahr 2024 wurden 2.090 Personen begleitet und insgesamt 12.544 Besuche durchgeführt. Die Begleitung erfolgt dort, wo die Menschen Hilfe, Unterstützung und Entlastung benötigen (zu Hause, im Krankenhaus, in Pflege- und Betreuungseinrichtungen, stationären Hospizen etc.)
Ehrenamtliche Hospizbegleitung umfasst eine psychosoziale Begleitung durch:
• aufmerksame Präsenz („Da-Sein“)
• Gespräche
• Information und Mithilfe beim Aufbau eines Betreuungsnetzes
• Gemeinsames Schweigen
• Gemeinschaftliche Aktivität (wie z.B. vorlesen, miteinander spielen, singen, wenn gewünscht beten)
• Durchführen von Besorgungen und Erledigungen
• Entlastung von An- und Zugehörigen
• Begleitung in der Zeit der Trauer
Eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Hospizteam erfordert keine spezifischen Vorkenntnisse. Jedoch ist eine Ausbildung zur Befähigung in der Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung Voraussetzung. Die Ausbildung umfasst 80 theoretische Unterrichtseinheiten und 40 Stunden Praxis. Eine Hospizteamkoordinatorin bzw. -koordinator organisiert und koordiniert die Einsätze und Aufgaben im Hospizteam und stehen für fachliche Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Eine Ausbildung startet am 19. Juni 2026 in St. Pölten.